Methoden


 

 

Kontrolliert eingesetzte mechanische Freilegungsverfahren ermöglichen es dem Restaurator, selbst feinste Oberflächeninformationen lesbar zu machen, ohne die historisch relevante Substanz eines Objektes zu beeinträchtigen. Neben traditionellen Werkzeugen wie Skalpell und Schaber kommen hochsensible Geräte aus der Dentaltechnik zum Einsatz. Mikromotoren ermöglichen vibrationsarmes Schleifen, durch Mikrodruckstrahlgeräte ("Sandstrahltechnk") lassen sich selbst empfindlichste Oberflächen freilegen.

 

  • Nasschemische Verfahren

Nasschemische Verfahren werden in der modernen Restaurierungstechnik kaum noch zur Freilegung antiker Oberflächen eingesetzt. Ihre Bedeutung liegt vielmehr im Bereich der präventiven Konservierung, etwa bei der Entsalzung archäologischer Eisenfunde.

 

  • Konservierung, Schutzüberzüge

Schutzüberzüge schützen ein Objekt vor schädlichen Umwelteinflüssen und verhindern bestandsgefährdende Veränderungen. Sie müssen alterungsbeständig, unauffällig und jederzeit reversibel sein.

 

  • Klebung und Festigung

 

Klebungen und Festigungsmaßnahmen werden aus konservatorischen und restauratorischen Gründen vorgenommen.

Je nach Art und Zustand der zu bearbeitenden Objekte werden unterschiedliche Klebstoffe und Festigungsmittel sowie Verfahren  zu deren Anwendung eingesetzt. Klebstoffe und Festigungsmittel müssen sich chemisch neutral verhalten und reversibel sein. Sie dürfen ein Objekt nicht verfälschen oder entstellen.

 

  • Ergänzung und Kolorierung


 

Ergänzungen werden  teilweise aus Gründen der Standfestigkeit nötig. Darüber hinaus  erleichtern sie dem Betrachter die Erfassung eines Objekts in seiner Gesamtheit.  Die Unterscheidbarkeit von der Originalsubstanz und die Reversibilität des Ergänzungsmaterials sind dabei unabdingbar.

Die Kolorierung einer Ergänzung wird aus ästhetischern Gründen vorgenommen, um die irritierende optische Zerrissenheit eines fragmentarischen Objekts abzumildern. Wie weit  dabei der Farbton der Ergänzung dem Originalmaterial angeglichen wird, liegt im Ermessen des Auftraggebers.


© 2008 by Maximilian Bertet